ReflexionMittlere Hürde 6 Min. Aktualisiert 1. September 2026

Wochenplanung am Sonntag: 20 Minuten, die die Woche entscheiden

Redaktion: Leutrim Miftaraj · MSc in Innovation Management

Die Wochenplanung am Sonntag ist ein zwanzigminütiges Ritual: kurz auf die vergangene Woche zurückschauen, drei Prioritäten für die nächste festlegen, feste Blöcke dafür in den Kalender setzen und Puffer lassen. Sie verhindert, dass der Montag mit dem Postfach beginnt und die Woche von anderen bestimmt wird.

Idealer Auslöser

Sonntag nach dem Frühstück, mit dem Wochenrückblick als erstem Schritt

Zeit bis zur Routine

Nach drei bis vier Sonntagen selbstverständlich; der Montag fühlt sich ohne Planung dann seltsam an.

Was diese Gewohnheit bringt

  • Der Montag beginnt mit Klarheit statt mit dem Postfach
  • Die wichtigen Dinge haben einen festen Platz, bevor die Woche sie verdrängt
  • Weniger Reaktion, mehr Gestaltung
  • Der Rückblick zeigt, was tatsächlich gelingt und was jede Woche liegen bleibt

So baust du die Gewohnheit auf

1

Fester Zeitpunkt

Sonntag, nach dem Frühstück oder am frühen Abend. Zwanzig Minuten im Kalender, wie ein Termin. Der Zeitpunkt wird nicht verschoben.

2

Erst zurückschauen

Fünf Minuten: Was lief letzte Woche gut? Was ist liegen geblieben? Was hat Energie gegeben, was genommen? Ohne Rückblick plant man denselben Fehler nochmal.

3

Drei Prioritäten

Nicht zehn. Drei Dinge, die die Woche zu einer guten Woche machen, wenn sie erledigt sind. Alles andere ist Alltag.

4

Blöcke in den Kalender

Jede Priorität bekommt einen festen Block — Tag, Uhrzeit, Dauer. Was keinen Platz hat, passiert nicht.

5

Puffer lassen

Mindestens ein halber Tag ohne Planung. Die Woche bringt Unvorhergesehenes; ohne Puffer kippt der Plan am Dienstag.

Der Montag ohne Plan

Wer die Woche ohne Plan beginnt, beginnt sie mit dem Postfach. Die erste Stunde gehört den Anfragen anderer, die zweite den Meetings, und am Mittwoch fragt man sich, wann die eigenen Themen drankommen. Sie kommen nicht dran, weil sie keinen Platz hatten. Die Woche wurde von aussen gefüllt.

Die Wochenplanung am Sonntag dreht das um. Zwanzig Minuten, in denen die eigenen Prioritäten einen Platz bekommen, bevor die Woche sie verdrängt.

Erst der Rückblick

Planung ohne Rückblick wiederholt Fehler. Wer nicht weiss, warum die letzte Woche nicht funktioniert hat, plant die nächste genauso. Deshalb beginnt das Ritual mit fünf Minuten Rückschau: Was lief gut? Was ist liegen geblieben — und warum? Was hat Energie gegeben, was genommen?

Diese Fragen liefern die Grundlage. Wenn jede Woche dasselbe liegen bleibt, ist es entweder nicht wichtig oder es braucht einen anderen Platz. Beides erfährt man nur durch den Rückblick.

Drei Prioritäten

Der häufigste Fehler ist die lange Liste. Zehn Dinge, die diese Woche erledigt werden sollen — und am Freitag sind drei davon geschafft, mit schlechtem Gewissen für sieben. Die Alternative: drei Prioritäten. Drei Dinge, bei denen man am Freitag sagen kann, es war eine gute Woche, wenn sie erledigt sind. Alles andere ist Alltag und darf passieren oder nicht.

Blöcke, nicht Listen

Eine Priorität ohne Kalenderblock ist ein Wunsch. Jede der drei bekommt einen festen Termin mit sich selbst: Dienstag, neun bis elf, Konzept schreiben. Der Block ist so verbindlich wie ein Meeting. Wer ihn verschiebt, verschiebt ihn — aber er verschwindet nicht.

Der Puffer

Eine Woche, die bis zur letzten Stunde verplant ist, kippt am ersten unvorhergesehenen Ereignis. Und das kommt. Mindestens ein halber Tag bleibt frei — nicht als Reserve für mehr Arbeit, sondern als Puffer für das, was die Woche bringt. Wenn nichts kommt, ist der halbe Tag ein Geschenk.

Zwanzig Minuten

Das ganze Ritual dauert zwanzig Minuten: fünf für den Rückblick, fünf für die Prioritäten, zehn für den Kalender. Länger wird es zur Aufgabe, die man aufschiebt. Kürzer fehlt die Tiefe. Zwanzig Minuten am Sonntag sparen Stunden in der Woche — nicht, weil man schneller arbeitet, sondern weil man an den richtigen Dingen arbeitet.

Wie Mindoro dich dabei unterstützt

Die wöchentliche Reflexion in Mindoro ist der Rückblick, mit dem die Planung beginnt: Was lief gut, was hat Energie gegeben, was nehme ich mir vor. Die drei Prioritäten und die Kalenderblöcke gehören in den Kalender; die Gewohnheit «Wochenplanung» wird sonntags abgehakt. Über Wochen zeigt der Verlauf, ob die geplanten Wochen tatsächlich ruhiger sind als die ungeplanten.

Häufige Fehler

  • Zehn Prioritäten festlegen und keine schaffen
  • Ohne Rückblick planen und die Muster der letzten Woche wiederholen
  • Prioritäten notieren, aber keinen Kalenderblock dafür setzen
  • Die Woche bis zur letzten Stunde verplanen

Häufige Fragen

Wie lange sollte die Wochenplanung dauern?

Zwanzig Minuten: fünf für den Rückblick, fünf für die drei Prioritäten, zehn für die Kalenderblöcke. Länger wird sie zur Aufgabe, die man aufschiebt.

Warum nur drei Prioritäten?

Weil drei Dinge in einer Woche neben dem Alltag realistisch sind und zehn nicht. Drei Prioritäten mit festem Block werden erledigt; zehn auf einer Liste bleiben liegen und hinterlassen ein schlechtes Gewissen.

Was, wenn der Plan am Dienstag schon kippt?

Dann hat der Puffer gefehlt oder die Woche war aussergewöhnlich. Die Blöcke werden verschoben, nicht gestrichen. Und der Sonntagsrückblick fragt, warum es kippte — damit die nächste Planung realistischer wird.

Sonntag oder Montagmorgen?

Sonntag, weil der Montag dann ohne Planungsphase beginnen kann. Wer am Sonntag nicht an Arbeit denken will, nimmt den Freitagnachmittag — Hauptsache, die Planung liegt vor dem ersten Blick ins Postfach.

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