Regulation ≠ Unterdrueckung
James Gross (Stanford Emotion Lab): Emotionunterdrueckung (Poker Face erzwingen) kostet kognitive Ressourcen und ist physiologisch sichtbar trotzdem.
Emotion-Regulation dagegen: Die Emotionsverarbeitung selbst beeinflussen — nicht das Ausdrucksverhalten.
Die 5 Regulationsstrategien
Situation Selection: Situationen meiden die starke negative Emotionen ausloesen. Praeventiv, nicht reaktiv.
Attention Deployment: Aufmerksamkeit umlenken. Nicht auf das Problem fokussieren sondern auf loesbare Aspekte.
Cognitive Reappraisal (Kognitive Umbewertung): Die Situation anders interpretieren. "Das Meeting war schwierig" vs "Ich habe gelernt wie er unter Druck reagiert." Wissenschaftlich die effektivste Strategie.
Response Modulation: Koerperliche Reaktion steuern (Atmung, Entspannung). Weniger effektiv als Reappraisal.
Expressive Suppression: Ausdrucksunterdrueckung. Kurzfristig funktional (Poker Face), langfristig schletschlich.
Praxis: Pause vor Reaktion
Vor jeder emotionalen Reaktion: 6-Sekunden-Pause. Das ist die Zeit bis der praefrontale Kortex die Amygdala-Reaktion modulieren kann.
"Between stimulus and response there is a space. In that space is our power to choose our response." (Viktor Frankl)