Methode 1: Die 3-Fragen-Reflexion (5 Minuten)
Die einfachste und zugänglichste Methode. Täglich, idealerweise abends:
1. Was lief heute gut?
2. Was hätte ich anders gemacht?
3. Was nehme ich für morgen mit?
Die Stärke liegt in der Regelmässigkeit, nicht in der Tiefe.
Methode 2: Der schriftliche Dialog (10 Minuten)
Schreibe eine Frage auf. Beantworte sie. Stelle eine Folgefrage. Beantworte sie. Repeat.
Beispiel:
F: "Warum bin ich heute frustriert?"
A: "Weil das Meeting nichts gebracht hat."
F: "Was hätte ein erfolgreiches Meeting bedeutet?"
A: "Eine klare Entscheidung."
F: "Wer hätte diese Entscheidung treffen können?"
Dieser Dialogue avec soi-même bringt oft überraschende Einsichten.
Methode 3: Die Wochenrückschau (15 Minuten)
Einmal pro Woche, 15 Minuten:
- ·Was war die wichtigste Erfahrung dieser Woche?
- ·Was hat mir Energie gegeben?
- ·Was hat mich Energie gekostet?
- ·Was lasse ich los?
- ·Was nehme ich in die nächste Woche?
Methode 4: Die Gegensatz-Methode
Für jede Situation: Was war gut? Was war nicht gut? Was wäre ideal gewesen?
Diese Drei-Wege-Analyse verhindert einseitige Reflexion (nur Positives oder nur Negatives).
Methode 5: Der Körper-Check
Vor der kognitiven Reflexion: Körper scannen. Wo ist Spannung? Was fühle ich gerade physisch?
Körperwahrnehmung ist oft der erste Hinweis auf emotionale Zustände, die kognitiv noch nicht bewusst sind.