Warum wöchentlich?
Täglich ist zu granular — du siehst den Wald vor lauter Bäumen nicht.
Monatlich ist zu selten — Details verschwimmen, Muster werden unsichtbar.
Wöchentlich ist der goldene Rhythmus: nah genug an Ereignissen, weit genug für Perspektive.
Das 4-Fragen-System
Frage 1: Was lief diese Woche gut?
Beginne mit dem Positiven — nicht als Selbstbelobigung, sondern um das Gehirn konstruktiv einzustellen für die schwierigeren Fragen.
Frage 2: Was war schwierig — und was steckt dahinter?
Nicht bei der Oberfläche bleiben. "Die Woche war stressig" ist keine Reflexion. Was genau war stressig? Was hat diesen Stress erzeugt?
Frage 3: Was hat mir Energie gegeben — was hat sie gekostet?
Diese Frage ist ein Kompass. Sie zeigt dir was du brauchst und was du reduzieren solltest.
Frage 4: Was ist in der nächsten Woche wirklich wichtig?
Eine Intention für die kommende Woche. Nicht eine Liste — eine Ausrichtung.
Wann und wie
Zeitpunkt: Sonntag abend oder Freitagmittag. Wähle einen Zeitpunkt und halte ihn ein.
Dauer: 15–20 Minuten. Mehr ist kontraproduktiv — du verlierst dich in Details.
Wo: Ruhig, Handy weg. Notizbuch oder Mindoro.
Das Kontinuuitäts-Prinzip
Lese vor jedem neuen Review das letzte kurz durch. Das schafft Kontinuität — du siehst ob Muster wiederkehren, ob Pläne umgesetzt wurden, ob du auf dem Weg bist.
Ohne diesen Schritt ist jede Reflexion ein Neustart statt ein Teil eines Wachstumsprozesses.