Was Selbstkenntnis wirklich ist
Psychologin Tasha Eurich unterscheidet zwei Arten von Selbstkenntnis:
Interne Selbstkenntnis: Verstehen der eigenen Werte, Emotionen, Reaktionen, Muster und Verhaltensweisen.
Externe Selbstkenntnis: Verstehen wie andere uns wahrnehmen — was oft deutlich von der internen Einschätzung abweicht.
Eurichs Forschung zeigt: 95% der Menschen glauben selbstbewusst zu sein. Aber nur 10–15% sind es tatsächlich nach messbaren Kriterien.
Die 7 Methoden
1. Täglicher Zustandscheck
Stimmung, Energie, Fokus täglich notieren — ohne Analyse. Die Muster zeigen sich über Zeit. Mindoro macht das in 60 Sekunden.
2. Emotionale Auslöser kartieren
Wann wirst du emotional reaktiv? Wer oder was löst starke Reaktionen aus? Das Kartieren ohne Bewertung zeigt Muster die sonst unsichtbar bleiben.
3. Blinde Flecken aktiv suchen
Frage 3 Menschen die du respektierst: "Was ist eine Stärke die ich oft unterschätze? Was ist eine Schwäche die ich möglicherweise nicht sehe?" Mut erfordert das. Aber Wachstum erfordert Mut.
4. Entscheidungs-Audit
Blicke 6 Monate zurück. Welche Entscheidungen bereust du? Welche waren gut? Erkennst du ein Muster was zu schlechten Entscheidungen führt?
5. Energiegeber und -räuber
Wie fühle ich mich nach dieser Aktivität, diesem Menschen, dieser Aufgabe? Energiereicher oder erschöpfter? Dieses einfache Feedback gibt tiefe Selbstkenntnis über echte Präferenzen.
6. Werte-Inventur
Schreibe die 50 wichtigsten Werte auf eine Liste (Vorlagen findest du leicht). Kreise die 10 wichtigsten ein. Dann die 5 wichtigsten. Dann die 3. Was bleibt? Und: Wie viel Prozent deines Alltags spiegelt diese Werte?
7. Lebensbereichs-Bewertung
10 Lebensbereiche (Gesundheit, Beziehungen, Karriere, Finanzen, etc.) auf einer Zufriedenheitsskala 1–10 bewerten. Welche Bereiche fallen auf? Was wäre der Unterschied zwischen aktueller und Wunschbewertung?